015 77 / 384 32 46 Andreas@Sterbelotse.de

Das Format

Es gibt eigentlich nicht „Das Format“, weil jedes Zusammentreffen ist unterschiedlich. Manchmal treffen sich hier im Raum Menschen, die schon einen Vortrag von mir gehört haben. Die haben noch Fragen, möchten sich über Bedenken austauschen oder von ihren Erfahrungen berichten.

Manchmal kommen Menschen, die am Anfang des Weges stehen. Für beide Gruppen ist Raum.

Wenn ich einen Raum für Neulinge in der Sterbeauseinandersetzung öffne, gibt es einige kurze Worten zu mir und dann meist einen Block „Wie bereite ich mein eigenes Sterben vor“ mit Hinweisen auf die möglichen Vorsorgen und Überlegungen, um dann darüber zu berichten, was ich beachten sollte, wenn ich „Sterbende begleiten“ soll oder darf.
Nach diesen ca. 15-20 Minuten widmen wir uns dem Austausch, den Fragen aus dem Publikum.

Bei der Vorbereitung auf das eigene Sterben geht es nicht darum, welche Schlaftabletten ich sammeln sollte, (das klappt meist nicht), sondern um eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht, um die Frage der Bestattungsform, eventuell wird die letzte Garderobe bestimmt. Wer soll mich noch einmal besuchen, wer soll zur Abschiedsfeier kommen und wie soll die gestaltet werden. Das ist der erste eher kurze Block.

Dann gebe ich Hinweise, was auf mich zukommen kann, wenn ich eine sterbende Person begleiten soll oder muss.

Das fängt an mit der Überlegung: Kann ich das, will ich das, was gibt es für Alternativen? Führt zu der Überlegung, wie ich mir die Zeit frei schaufele und endet sehr schnell bei der Frage: Was muss ich jetzt schnell lernen und wer kann mich unterstützen.

Und dann ist Zeit für einen Austausch, für Fragen (tut Sterben weh? Darf ich zuhause sterben?) und Antworten, so ich sie denn kenne (Nein, das Sterben tut nicht weh, aber natürlich schmerzen die zugrundeliegenden Erkrankungen weiter. Und ja, wir dürfen in Ruhe zuhause oder im Altenwohnheim sterben. Wir müssen dafür nicht in ein Krankenhaus gefahren werden.)

Dieser Austausch ist oft voller Spaß und Leichtigkeit, und eigentlich Alle sagen „Das hätten wir schon eher machen sollen“, und oft gibt es die Frage, ob es eine Wiederholung gibt. Ja klar. Siehe Termine.

Wenn im Raum Menschen sind, die „nur noch“ Nachfragen oder Austauschbedarf haben, widme ich mich diesen Fragen.

Manchmal kürze ich dann den Block „Erklärbär“, manchmal hängen wir Zeit hinten an oder vereinbaren einen Ausweichtermin.

Aber immer finden wir einen Weg, um gemeinsam möglichst zufrieden zu werden.